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Billigflieger – preiswert oder einfach billig?

Seit der Gründung der irischen Fluggesellschaft Ryanair im Jahre 1985 hat sich viel im Flugverkehr getan. Ryanair, mit Sitz in Dublin, bezeichnet sich selbstbewusst als Billigfluggesellschaft. Was früher ein Wagnis war, ist heute eine Garantie für volle Flugzeuge. Mittlerweile unterbieten sich die einzelnen Billigairlines auf dem Markt wie: air Berlin, Easy Jet, Germanwings, TUIfly und Ryanair dermaßen, dass man getrost von einem wahren Preiskrieg sprechen kann. Für die Kunden bedeutet dies immer geringere Preise für die Tickets.

Bei den alteingesessenen Fluggesellschaften, wie Lufthansa, zahlt man für einen Flug von Frankfurt am Main nach London mindestens 100 Euro. Für die gleiche Verbindung sind bei Ryanair lediglich ca. 60 Euro fällig, für den Hin- und Rückflug versteht sich. Teilweise werden die Flüge für unter 10 Euro angepriesen, zu achten ist dabei auf zusätzliche Gebühren für den Flughafen und die Buchung. Allerdings startet der Billigflieger nicht direkt in Frankfurt, sondern im 100 km entfernten Frankfurt - Hahn und landet im 55 km von London entfernten Stansted. So sparen die Billigairlines die teilweise hohen Flughafengebühren auf den zentralen Airports ein. Für deren Passagiere sind entweder Shuttlebusse eingerichtet oder anderweitige öffentliche Verkehrsmittel, sowie Mietwagen nutzbar.

Um den Preiskampf zu bestehen, setzen die Airlines auf das sogenannte „No Frills“ Konzept. Dabei werden zusätzliche Serviceleistungen wie Mahlzeiten, Tageszeitungen und Getränke nur gegen Bezahlung angeboten. Zudem besteht die Flotte immer aus dem gleichen Flugzeugtyp, um jede Maschine überall einsetzen zu können. Außerdem werden die Tickets ausschließlich über das Internet vertrieben, was zusätzliche Personalkosten einspart. So wird nicht nur beim Ticketverkauf an Personal gespart, sondern auch an Board. In der Regel wird nur mit einer Mindestbesatzung geflogen. Häufig sind Flugbegleiter und Piloten nicht direkt bei der Airline beschäftigt, sondern werden durch Zeitarbeitsfirmen „verliehen“. Die Passagiere müssen sich peinlich genau an Gepäckbestimmungen halten, da jedes Gramm und jeder Zentimeter zu viel, extra berechnet wird. Ebenso wie Umbuchungen, Namensänderungen und jegliche Serviceleistungen. So sparen die Billigairlines viele Kosten ein, was sie an die Kunden weitergegeben können. Vor allem für Kurzstrecken und Vielflieger sind Billigairlines eine echte Alternative, sofern auf einen ausgereiften Service, im Ticketpreis enthaltene Dienstleistungen und diverse Annehmlichkeiten verzichtet werden kann.

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